FÜR DIE FREIHEIT

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Für Freie Demokraten ist die zunehmende Emotionalität bei einer Vielzahl wichtiger Themen in unserem Land befremdlich. Wenn Äußerungen u.a. zu Migration, Leistungsmissbrauch, politischer Extremismus, Energiewende, Dieselfahrverbote sofort primär emotional angegriffen werden und dem der sie kundtut, das Gefühl vermittelt wird „DU bist ein schlechter Mensch“ – stimmt etwas nicht.

„Politisch korrekt“ – das ist zunehmend der Nebel, der über politischen Debatten in unserem Land wabert. Viele äußern sich schon gar nicht mehr, weil siebefürchten in eine Ecke gestellt zu werden, einen „shitstorm“ oder andere Attacken über sich ergehen lassen zu müssen.

 

Wie ist es  um die Meinungsfreiheit in einem solchen Land bestellt?

Demokratie lebt von der Debatte, dem inhaltlichen Diskurs. Wenn aber Themen zu „Glaubensfragen“ gemacht werden, hat es jede sachliche Debatte schwer bzw. finden solche zunehmend nicht mehr statt; Demokraten schweigen.

Der Limblog hat den Parteien im Landkreis Fragen zu einer solchen Debatte übermittelt. Es geht um das Westerwaldlied, das Vertreter der Jungen Union (JU) Limburg-Weilburg in Berlin in eine Kneipe gesungen haben. Wir werden diese Fragen nicht beantworten sondern geben diese Stellungnahme ab. Die Fragen werden dem Thema, seiner Tragweite und der Bedeutung nicht gerecht.

 

Warum geht man einen solchen Vorfall nicht nüchtern anhand der Fakten und ohne Kniefall vor den immer stärker die (Meinungs-)Freiheit einschränkenden Druck der „Political Correctness“ an?

Was haben wir vor allem: Eine völlig überzogene Medienkampagne.

Freie Demokraten sind vor allem Freunde der Freiheit in unserem Land. Achtung der Gesetze, unsere Verfassung– dies ist  unser Kompass. Für oder gegen Moralapostel lassen wir uns nicht einspannen. Am Ende leidet etwas, was leider schon sehr strapaziert ist in unserem Land: FREIHEIT!

Ich weiß nicht, ob es gelungen ist, unser Kernanliegen – die Freiheit- sachlich genug zu transportieren. Es kann gut sein, dass auch dieses Statement einen „Sturm“ nach sich zieht.

Doch gerade deswegen meinen wir, es ist an der Zeit deutlicher öffentlich die Stimme der Vernunft zu erheben, Fakten zu benennen, Fragen zu stellen und  sachlich zu bewerten. Warum sollte man in unserem Land keine Fakten mehr öffentlich äußern dürfen oder eher das Gefühl vermittelt bekommen: Keine gute Idee!

Es leidet die Freiheit und die Demokratie. Wir treten dafür ein, dass jeder seine Meinung äußern kann – auch wenn es inhaltlich nicht unsere Meinung ist .

Das stört uns grundsätzlich an dieser Debatte und so vielen anderen Debatten.

Und wir hatten von einem Presseorgan, hier Betreiber eines Blog, auch eher erwartet, diesen grundsätzlichen Aspekt – der zunehmend Bürgerinnen und Bürger stört – einmal aufzugreifen.

 

Was wird gesagt in unserem Land und was darf man noch sagen?

Eine solche Debatte wäre sehr lohnenswert – für die Freiheit!

 

Ihre Marion Schardt-Sauer

FDP-Kreisvorsitzende

 

Laden Sie unser Statement gerne als PDF herunter: Statement Freiheit