Kreis-FDP fordert transparente Kommunikation und entschlossenes Handeln beim Klinikneubau in Weilburg

Kreiskrankenhaus Weilburg
02.04.2025

Gesundheitsversorgung und Arbeitsplätze nicht gefährden!

Die Freien Demokraten im Landkreis Limburg-Weilburg zeigen sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen und widersprüchlichen Informationen zum geplanten Klinikneubau in Weilburg. Während die Landesregierung in ihrer Antwort vom 17. Februar 2025 auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Marion Schardt-Sauer, eine positive Perspektive für das Projekt vermittelte, berichten Medien am 1. Februar 2025 über ein mögliches Scheitern des Vorhabens.

“Eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung ist für unsere Region von zentraler Bedeutung”, betont Schardt-Sauer, die auch Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes ist. “Es ist inakzeptabel, dass die schwarz-rote Landesregierung und die CDU-SPD-Koalition im Kreis offenbar nicht in der Lage sind, klare und einheitliche Informationen bereitzustellen.”

Seit 2019 verhandeln die Vitos Weil-Lahn gGmbH und das Kreiskrankenhaus Weilburg gGmbH über einen gemeinsamen Klinikneubau, der mit 220 Millionen Euro veranschlagt ist. Ziel ist es, Synergieeffekte zu nutzen und die Gesundheitsversorgung im Landkreis zu stärken. Beide Partner haben im Juni 2023 ihre Förderanträge beim Hessischen Sozialministerium eingereicht. Im März 2024 wurde zudem ein Kooperationsvertrag zur Schaffung eines Krankenhausverbundes geschlossen, der unter anderem eine gemeinsame Notaufnahme vorsieht.

Besonders alarmierend sind aus Sicht des Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, Dr. Klaus Valeske, die aktuellen Sorgen des Betriebsrats des Vitos Klinikums in Weilmünster, der in einer Petition mit über 3.600 Unterschriften auf die Gefährdung von mehr als 450 Arbeitsplätzen und der medizinischen Versorgung in der Region aufmerksam macht. Die Klinik für Neurologie in Weilmünster zählt zu den größten neurologischen Akut- und Versorgungskliniken Deutschlands und hat sich über Jahre hinweg einen exzellenten Ruf erarbeitet. Auch die Klinik für Psychosomatik gehört laut einer FOCUS-Bewertung zu den besten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland.

„Es darf nicht sein, dass durch mangelnde Kommunikation und fehlende Entschlusskraft die Gesundheitsversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger aufs Spiel gesetzt wird“, so Schardt-Sauer abschließend. Wie hoch ist die Fördersumme denn nun, die seitens der Landesregierung zugesagt wird. Das, so der FDP-Fraktionsvorsitzende, ist mit entscheidend für die Realisierung eines Neubauvorhabens. Valeske: „Der Kreisausschuss muss endlich Transparenz schaffen und mit Nachdruck daran arbeiten, das Klinikprojekt zu retten und für die Neurologie, die Vitos-Kliniken zu erarbeiten.“ Die FDP-Politikerin Schardt-Sauer hat aktuell eine weitere Anfrage an die Landesregierung auf den Weg gebracht und will wissen, was denn nun konkret von Landesseite getan wird, um das Vorhaben noch auf einen positiven Weg zu bringen. “Es gilt nun, die Kräfte auf allen Ebenen zu bündeln, um das Klinikprojekt und damit auch die Neurologie zu retten und die Gesundheitsversorgung im Kreis Limburg-Weilburg sicherzustellen. Das muss das vorrangige Ziel aller Verantwortlichen sein.“ betont Schardt-Sauer abschließend.

Initiativen und Anfragen zum Sachstand des Projektes