Kreis-FDP nominiert Marion Schardt-Sauer und Armin Müller für Landtagswahl

22.08.2017

Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag René Rock schwört Freidemokraten auf Wahlkampf ein

Auch wenn eigentlich politisch gerade alles nach Berlin schaut und auch die heimische Politik mitten in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes steht, so hatte die Kreis-FDP nun zumindest kurz einen anderen Fokus gelegt. Die zeitlichen Abläufe bis zur Landtagswahl und innerhalb der FDP verlangten es, dass man sich bereits jetzt mit der anstehenden Landtagswahl befasst und die Kandidaten für die beiden Wahlkreise Limburg-Weilburg I und Limburg-Weilburg II nominiert. Hierzu kam die Kreis-FDP auf einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung in der Stadthalle zusammen und wählte in großer Einmütigkeit ihre Kandidaten. Im Bereich des Altkreis Limburg wird die 47 jährige Juristin und Limburger Fraktionsvorsitzende Marion Schardt-Sauer für die FDP kandidieren. In ihrer Bewerbungsrede machte Schardt-Sauer deutlich, das für sie eines der zentralen Aufgabenfelder des Staates die Bildung ist. „Jeder Mensch, ungeachtet Herkunft und Schicht, soll mit einer guten und soliden Bildung, einer Ausbildung die Möglichkeit bekommen, seinen weiteren Weg und sein Fortkommen zu gestalten. “ Angesichts der Daten aus dem Bildungsmonitor 2017 werde deutlich, dass in Hessen Handlungsbedarf bestehe. Man liege hier abgeschlagen im hinteren Feld der Bundesländer. Es bedürfe dringend einer Qualitätsoffensive in Hessen,  so Schardt-Sauer. Hierzu gehöre gerade im Bereich Bildung das komplexe Themenfeld Digitalisierung. Der Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag René Rock hieb in die gleiche Kerbe: „Es ist ein Skandal, dass in Deutschland die Frage der Herkunft eines Kindes so eng mit den Bildungschancen verknüpft ist. Das darf nicht sein und das müssen wir endlich konsequent angehen. Jeder muss die Chance haben, etwas erreichen zu können, egal aus welchem Elternhaus er stammt.“ Für den Bereich Oberlahn, Selters und Bad Camberg wurde der Kreistagsabgeordnete und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Armin Müller nominiert. In seiner Rede kritisierte er die schwarz-grüne Landesregierung scharf. Landwirte und Jäger würden immer wieder an den Pranger gestellt und ihr Eigentumsrecht werde massiv eingeschränkt. „Ich bin stolz seit 41 Jahren Mitglied der Freien Demokraten zu sein.“ Dass die FDP gegen die Jagdverordnung Klage eingereicht habe, sei richtig. Denn die Jagdverordnung sei inhaltlich durch keine wissenschaftlichen Erhebungen zu rechtfertigen.

René Rock machte in seinem kämpferischen Vortrag deutlich, dass es bei der Bundestagswahl und der Landtagswahl um viel gehen werde. „Wir brauchen eine Veränderung erhebliche Anstrengungen auf Bundesebene, um die Digitalisierung positiv zu gestalten und den ideologischen Irrweg bei der Energiepolitik zu beenden“, so Rock. Auch bei der Zuwanderungspolitik müsse es endlich darum gehen ein Zuwanderungsrecht zu schaffen, das sich an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarktes in einer älter und kleiner werdenden Gesellschaft orientiert. Auf Landesebene werde man weiter für weltbeste Bildung und Chancengerechtigkeit von Anfang an kämpfen. (TK/MS)

 

Bildtext: Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René Rock (lins) mit den frisch gewählten Landtagskandidaten der FDP im Kreis, Marion Schardt-Sauer (Mitte) und Armin Müller (rechts).